Schlaf, Kindlein, schlaf

Wie unsere Kinder das Schlafen gelernt haben

 

Wir haben NIE ein Buch zum Thema Schlafen gelesen. und sind einfach instinktiv vorgegangen. 

 

Unsere Kinder schlafen beide zufrieden und ohne nächtliches Aufwachen in ihren Betten.

 

Das macht mich wirklich glücklich.


Wir haben das Schlafen und die für uns wichtige Schlafhygiene einfach intuitiv auf unsere Kinder umgemünzt. Ob das nun wirklich DEN einen Lösungsweg darstellt oder ob es einfach nur Zufall ist, das sei nun mal dahin gestellt - darüber mag ich nicht urteilen. 

 

Ich möchte euch einfach nur erzählen, wie das bei uns läuft und vielleicht könnt ihr das ein oder andere für euch gebrauchen und umsetzen.

 

Wir haben uns zu Beginn ein paar einfache Regeln zum Thema Schlaf aufgestellt:

  • Im Bett wird nicht gespielt
  • Im Bett wird nicht gegessen oder getrunken (auch kein Milch-Fläschchen oder Tee)
  • Das Bett wird nicht als "Strafe" angedroht
    (nach dem Motto: 
    wenn du nicht lieb bist, gehst du ins Bett)
  • Feste Schlafzeiten einhalten +/- 30 min.

Was wir zusätzlich noch abends beachten:

  • Abends Kuschel- oder Spiel-Phase zwischen uns und den Kindern ermöglichen
  • Zusammen aufräumen
  • Zusammen ins Badezimmer: Zähne putzen, frische Windel, Schlafanzug anziehen
  • kurz vorm schlafen gehen keine Getränke und keine aufreibenden Spiele mehr (toben, fangen)
  • Kinderzimmer vor dem Schlafen nochmal lüften oder Fenster kippen (frische Luft

 



Wenn das alles erledigt ist, dann bringen wir unsere Kids ins Bett.

Meist übernimmt der Papa das und ich bekomme einen Gute-Nacht-Kuss.

 

Im Bett wird vom Papa noch eine Gute Nacht gewünscht, das Schlaflicht eingeschaltet (Tranquil Turtle) und das Zimmer wieder ohne großes "Tamtam" verlassen.

 

Es dauert dann manchmal eine halbe Stunde bis die Große einschläft, sie erzählt oder babbelt vor sich hin (wir hören das über das Babyphone) - ich denke das ist ihre Art "runter zu kommen".


Wenn wir dann zu Bett gehen, gegen 22:00 Uhr, werfen wir nochmal einen Blick ins Kinderzimmer und schauen ob alles "gut" ist.

 

Unsere "Große", die nun bereits 2 jährige schläft noch immer im Gitterbett - mit Gitter!

Tagsüber mache ich ihr die "3 Stäbe" raus, damit sie nach dem Mittagsschlaf selbst heraus krabbeln kann. Selbst das mag sie nicht - Mama muss sie erst "abholen".

Abends möchte sie die Stäbe aber wieder rein haben, sonst kommt sie nicht zur Ruhe.
Sie krabbelt auch nicht über das Gitter o.ä. - sie liebt ihr Bettchen.

Um 19:00 Uhr heißt es für Frau Sonnenschein "ab ins Bett", geschlafen wird dann bis 8:00 Uhr morgens. (ergänzend: Mittagsschlaf macht sie derzeit noch von 12:00 - 14:00)

 

 

Die "Kleine", nun gerade 4 Monate schläft alt schläft derzeit von 19.00 - 7.00 Uhr.

In den ersten Wochen schlief sie NUR auf der Brust von mir oder meinem Mann ein - auch das haben wir gemacht - sie brauchte einfach unsere Liebe. 

Geschlafen haben wir nach folgendem Schichtplan:

  • Von 22-03 Uhr konnte ich ungestört schlafen und mein Mann hatte sie auf der Brust
  • um 03 habe ich sie dann gestillt (später Flasche) und ich nahm sie danach zu mir auf die Brust
    (jetzt konnte mein Mann entspannt schlafen.)

Wir dachten es hört nie auf - aber sie brauchte einfach unsere Liebe und Geduld.


Nach ein paar Wochen schaffte es Fräulein Minimaus immer länger allein in ihrem Bett zu schlafen und auf einmal schlief sie dann durch - erst von 21-6, dann von 21-7 und jetzt 19-7 Uhr.


Sie weiß nun das wir immer da sind und auch nicht weggehen.


Meiner Meinung nach ist das die Quintessenz

Wenn Kinder wissen, dass die Eltern immer für sie da sind und bei einem Bedürfnis 
(volle Windel, Kuschel-Bedarf, Hunger usw.) immer zur Verfügung stehen, dann können die Kinder auch entspannt schlafen.

Das muss allerdings erst erlernt werden und zählt wohl als eine der ersten Erfahrungen, welche die kleinen Menschen machen.


Diese Erfahrung sollte natürlich positiv ausfallen - lässt man die Kinder schreien oder kommt ihrem Wunsch nach Nähe nicht nach, entwickeln sie Ängste und fühlen sich alleine gelassen.

Unter diesen Bedingungen kann keiner gut einschlafen!

(ich betone nochmal- das ist meine ganz eigene Sicht der Dinge)


Für uns fühlte es sich so richtig an und unsere Kinder fühlten sich offensichtlich wohl damit. 

Vielleicht gefallen euch einige Punkte und ihr könnt etwas davon in euren Alltag übernehmen.


Eure 2zwergmama